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Philosophie im Wing Chun

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saarbrücken, 03 February 2006

Ein Wichtiger Aspekt im Wing Chun Training ist das Miteinander und nicht das Gegeneinander. Im Training liegt der Schwerpunkt auch nicht in der Entwicklung von Kraft oder besonders grosser Kondition, wie es u.a im Ringen oder Boxen der Fall ist, sondern auf Reflexe, Geschmeidigkeit, Konzentration und Koordination. Viele, die erst mit dem Wing Chun angefangen haben, berichten positiv über die schnellen Lernerfolge und die frühen Erfolgserlebnisse.

Eine der wenigen Voraussetzungen, die man für das Wing Chun mitbringen sollte, sind Konzentrationsfähigkeit und vor allem Spaß an der Bewegung. Das Wing Chun Training erfordert viel Aufmerksamkeit, da es viele Bewegungen gibt, bei denen Arme und Beine gleichzeitig koordiniert bewegt werden. Das Training trägt zur Konzentration und zur Entspannung bei und gibt einem ein besseres Körpergefühl.
Vergleiche zum Tai Chi kommen dabei nicht von ungefähr.

Wing Chun hat seine Ursprünge in China. Die fernöstliche Kultur sowie die philosophischen und theologischen Strömungen Asiens finden sich daher auch in dieser Kampfkunst* wieder.

In den Elementen dieser Kampfkunst (Trainingssystem, chinesische Titel wie "Sihing" oder "Sifu") spiegeln sich insbesondere drei philosopische Richtungen wider, die unterschiedlich in ihr wirken. Es sind Elemente des Buddhismus, Taoismus und des Konfuzianismus . Diese drei Strömungen sollen hier nicht besprochen werden sondern nur ein paar Beispiele wie sie vieleicht einfluss auf diesen Stil haben.

Der Buddhismus

Ein goldener Buddha
Eine Lehre des Buddhismus ist u.a. die Lehre vom Leiden. Im Wing Chun wird dies deutlich durch ausdauerndes und realitätsnahes Training sowie durch Geduld und die rechte Gesinnung beim Training.

Wing Chun ist zwar äußerst effektiv, an einem Tage läßt es sich allerdings nicht erlernen. Nur die Schüler, die dies verinnerlichen, werden es erfolgreich erlernen und ausüben können.

Der Taoismus

Lao Tse
Der Taoismus (Tao = der Weg) geht auf Lao-Tse zurück und wird im Wing Chun insbesondere durch die "weichen" Nachgebetechniken wirksam. Dem Druck und der Kraft, der man nicht standhalten kann, wird man nachgeben, um zu siegen. Dieses Prinzip kann z.B. deutlich werden in der Techniken des Bong-sau. Der Kraft des Gegners muss man nicht mit Kraft begegnen, sondern mit Geschicklichkeit. Dies ist ein Ziel des Trainings.

Entsprechend der Lehre des Tao lehrt das Wing Chun keine komplizierten, unnatürlichen Bewegungen oder Techniken, sondern Prinzipien, die einfach und natürlich sind und gerade dadurch ihre besondere Wirksamkeit erhalten. Aus dem ewigen Prinzip des YIN und YANG läßt sich ebenfalls die Beziehung der direkten und "hart" durchgeführten Techniken (Fauststoss ?,Chumsau ? ..) und der indirekten "weichen" Techniken (Tansau ? , Bongsau? ...) herleiten. Zwar sind die möglichkeiten Techniken "hart" oder "weich" auszuführen unterschiedlich gehören aber dennoch zusammen und sind untrennbar miteinander verbunden.

Der Konfuzianismus

Konfuzius
Konfuzius lehrte Respekt und Disziplin. Diese sind stets erforderlich, wenn manWing Chun erfolgreich anwenden will.

Wing Chun kann man nur schwer "nebenher", "ab und zu" und nur als "Hobby" unter vielen ausüben; jedenfalls dann nicht, wenn man eine effektive Selbstverteidigung für den Notfall beherrschen will.

Hier bedarf es eines beharrlichen Übens und einer Disziplin gegen sich selbst. Schnellkurse in Selbstverteidigung haben zwar Konjunktur; in 10 Kursstunden machen sie aber keinen Meister.

Respekt und Disziplin gegenüber dieser Kampfkunst*, dem Lehrer und anderen Mitschülern aber auch die realistische Betrachtung von Gewalt, Brutalität und Notwehr sind - neben regelmäßigem Training - Grundvoraussetzung für eine effektive Selbstschutzausbildung.

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Info Text
Konfuzius: "Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitve stellt nur Forderungen an andere"
 



 
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