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Kunst oder Sport

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saarbrücken, 27 February 2006

Was ist der Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst?

Oft hört man folgende Erklärung: Kampfsportarten sind auf Wettkampf ausgelegt. D.h. es gibt klare Regeln für den Wettkampf die verhindern, dass man sich ernsthaft verletzt. Typische Kampfsportarten sind z.B. Judo, Karate, Taekwondo.

Kampfkünste machen keine Limitierungen und keine Wettkämpfe. Sie sind auf Selbstverteidigung ausgelegt, da es dort auch keine Regeln gibt. Typische Kampfkünste sind z.B. Hapkido, Wing Chun, Jeet Kune Do.

Wortherkunft Kunst

Nach Auskunft des Grimm'schen Wörterbuches leitet sich das deutsche Wort „Kunst“ vom althochdeutschen „chunst“ ab und wandelte sich später zu „Kunst“ bzw. „Künste“.

Der Begriff war zu allen Zeiten und ist bis heute mehrdeutig. Er bezeichnete anfangs ein Substantiv zum Verbum „können“ mit der Bedeutung Kenntnis.

Demzufolge kommt also Kunst von "Können" .

Wortherkunft Sport

Sport (v. engl.: sport = Zeitvertreib, Vergnügen bzw. v. frz. desport) bezeichnet das kulturelle Handlungsfeld, in dem  Menschen körperliche und/oder geistige Tätigkeiten ausüben, die mit planmäßiger Körperschulung, meist im Bereich der Bewegungskunst, in Zusammenhang stehen.

Exklusiv Oder

Tanzen - Kunst oder Sport?

Wie wir also sehen schließen sich die Begriffe nicht aus. So gibt es Kunstturnen und auch Kunstreiten.

Wenn jemand etwas gut kann, mag das Kunst sein. So ist Eiskunstlauf wohl eine Kunstform. Sportlich muss man dabei sicher auch sein. Vielleicht gab es Zeiten, da wurden Ringkämpfe als Kunstform betrachtet.

Es gibt Weltmeisterschaften im Tanzen, bei den feste Regeln gelten. Ist es deshalb keine Kunst mehr?

Da sich die Wörter Sport und Kunst nicht ausschließen kann man nicht sagen etwas sei eine Kunst und daher kein Sport, oder weil etwas Sport ist, sei es keine Kunst.

Meist gelten im Wing Chun Training sehr wohl Regeln. Man schlägt seinem Trainingspartner nicht einfach auf die Nase. Betreibt man dann im Training Kampfsport, um im Ernstfall Kunst zu machen?

Und was ist mit den Regeln im Ernstfall?
Mord ist in Deutschland eine Straftat und für die Selbstverteidigung in einer Notwehrsituation gelten sehr wohl Regeln. Der Einwand, in einer  solchen Situation würde sich keiner mehr an Regeln halten, ist egal. Es gibt Regeln, ob sich einer daran hält ist irrelevant. Daher müsste man in einem solchen Fall eben auch von Kampfsport reden. Man sieht wie unsinnig das Argument mit den Regeln ist.

Die Einteilung in Kampfkunst und Kampfsport ist Haarspalterei und entstand teilweise aus dem Wunsch heraus, sich von Stilen wie Karate, Boxen etc abzugrenzen.

(In Verbindung mit Wing Chun, Wing Tsun, Ving Tsun, Xingyiquan, Taichi u.ä benutze ich meist "Kampfkunst" )
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Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden. Gerhart Hauptmann
 



 
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